Neues zum Thema Bullenstall

2 Feb

Gestern fand die Gemeinderatssitzung mit hoher Beteiligung von Diedorfer Bürger, Augsburg TV sowie dem Bayr. Rundfunk statt. Hauptpunkt des Interesses: der geplante Bullenstall in Diedorf.

Kurze Zusammenfassung der Historie die der Bürgermeister erläuterte:

2014 gab es den ersten Antrag zum Bau eines landwirtschaftlichen Anwesens in der Lindenstraße (umgangssprachlich: Bullenstall) der vom Gemeinderat abgelehnt wurde.

Nach einigen Zwischenschritten ist nun bekannt dass das Landratsamt dem Ansinnen des Bauwerbers zustimmen muss, da er alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, diesen Bullenstall bauen zu dürfen.

Da die Marktgemeinde nun aber Diedorf und Lettenbach mit neuen Baugebieten erschließen möchte (Bedarf ist mehr als genug vorhanden) stellten wir das Baugesuch bis zum 22.04.2018 zurück.

In der Zwischenzeit sollte der Bürgermeister Vergleichsverhandlungen mit dem Bauwerber führen.

Der Bürgermeister bot drei Standorte an (Nähe Wertstoffhoff, zwischen Diedorf und Gessertshausen an der Bahnlinie, Hinter Willishausen). Alle drei Standorte lehnte der Bauwerber vorerst ab.

Der Bürgermeister bot ihm dann den Standort an, der aktuell in der Presse oft erwähnt wurde (Auf einem Feld hinter dem Sinnesgarten, also von der Lindenstraße und Schweriner Weg ein großes Stück entfernt aber in Sichtweite). Der Bürgermeister verhandelte mit den Grundstückseigentümern denen die dortigen Felder gehören um diese aufzukaufen oder gegen andere Grundstücke des Bauwerbers zu tauschen. Diese Verhandlungen dauern gerade an.

Aufgrund der großen Proteste der Anwohner durfte gestern der Marktrat auch über die Angebote der Alternativstandorte abstimmen.

Nach einer längeren Diskussion stellte sich heraus dass der Rat sich größtenteils  gegen den neuen Standort aussprach.

18 Gemeinderäte stimmten für Verhandlungen mit den ersten drei Alternativstandorten und gegen den neuen Alternativstandort hinter dem Sinnesgarten.

Der Bürgermeister und 2 Gemeinderäte stimmten für alle vier Standorte.

Aufgrund der Mehrheit im Rat wird die Marktgemeinde dem Bauwerber nun nicht mehr den neuen Alternativstandort anbieten. Der Bürgermeister wird voraussichtlich die Gespräche mit den Grundstückseigentümern abbrechen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre CSU Fraktion
Thomas Rittel, Horst Heinrich, Stefan Mittermeier, Erwin Stein